Langschläfer Deutsch-Podcast

Frühaufsteher & Langschläfer | Deutsch-Lernen-Podcast 015

Schläfst du gerne lange oder stehst du lieber schon früh am Morgen auf? In dieser Folge des Deutsch-Lernen-Podcasts sprechen Abri und Robert darüber, ob sie eher Langschläfer oder Frühaufsteher sind. Viel Spaß.

Podcast

 

Fragen

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zum Deutsch-Training-Podcast. Unser heutiges Thema ist eine Frage: Bist du ein Morgenmensch oder ein Abendmensch? Das bedeutet: Bist du lieber morgens früh wach oder bist du abends gerne länger wach?

Hallo Abri. 

Hallo Robert. 

Abri, bist du eher ein Morgenmensch oder eher ein Abendmensch?

Also ich würde mich als Morgenmensch bezeichnen, weil ich morgens lieber früh aufstehe und dafür abends früher ins Bett gehe.

Und wann gehst du abends ins Bett, ungefähr?

Möchtest du jetzt eine Uhrzeit hören?

Ja gerne.

Ich gehe… Gegen 23 Uhr versuche ich schon ins Bett zu kommen. Aber leider passiert es oft, dass ich um null Uhr oder um halb eins noch wach bin und dann aber spätestens um eins einschlafe.

Aber das ist gar nicht so früh, oder? Also ich hätte gedacht, dass du sagst: “Um 21 Uhr 30 oder um 22 Uhr.” Ich finde halb eins oder eins schon relativ spät, wenn man aufstehen muss.

Aber deine Frage war: “Gehst du lieber abends früher ins Bett oder stehst du morgens lieber früher auf? Und natürlich stehe ich lieber früher auf und gehe lieber früher ins Bett. Aber die Realität sieht mich immer so aus. Das ist das Problem.

Ach so, also theoretisch würdest du gerne früh ins Bett gehen. Theoretisch würdest du gerne um 21 Uhr 30 ins Bett gehen und um… Wann würdest du denn gerne aufstehen, wenn du es unter Kontrolle hättest?

Wenn ich es unter Kontrolle hätte, dann schon um 5 Uhr. 

Ach, so früh?

Ja, damit ich noch etwas Zeit für mich habe und damit ich nicht in Stress gerate und alles in Ruhe erledigen kann, morgens.

Und was würdest du denn dann morgens erledigen, so früh?

Ähm, zum Beispiel auch mal das Abendessen vorbereiten und damit der Nachmittag entspannter wird und vielleicht schon Papierkram irgendwie für die Post fertig machen, damit ich sie es morgen nur noch mitnehmen muss und es nicht am Nachmittag machen muss. Oder vielleicht auch mal die Waschmaschine noch mal anschalten, damit die Wäsche nachmittags nur noch in den Trockner muss… solche Geschichten.

Also du versuchst, dir den Nachmittag freizuschaufeln, du möchtest dir den Nachmittag freihalten?

Richtig. Aber ich stelle immer wieder fest, dass selbst wenn ich sehr früh aufstehe und wirklich meinen Tag so gut es geht plane und alles weitestgehend schon vorbereite, dass, ja, die Zeit trotzdem nicht reicht und ich abends dann doch noch etwas mache, obwohl ich mir vielleicht vorgenommen habe, früher ins Bett zu gehen. Wie ist es denn bei dir? Stehst du morgens früh auf

Ja, im Alltag stehe ich morgens ziemlich früh auf, und ich würde generell sagen, dass ich mittlerweile ein Morgenmensch bin.

Okay, das heißt, du stehst auch gerne morgens früh auf?

Ich mache mir mittlerweile darüber gar keine Gedanken, ob ich das gerne mache oder nicht gerne mache. Ich mache es einfach. Und mittlerweile muss ich sagen mach ich das auch gerne. Am Anfang war es ein bisschen hart, aber mittlerweile mache ich das sehr gerne.

Was heißt denn für dich “früh”? Um wie viel Uhr stehst du denn auf?

Ich stehe um sechs Uhr auf. Das ist für mich relativ früh. Ich weiß, dass viele Menschen noch viel früher aufstehen, aber ich könnte auch noch eine Stunde länger schlafen, und deswegen finde ich das früh um sechs Uhr.

Ja, absolut.

Ja, und ich starte den Tag entspannt. Ich mache mir einen Tee, gehe natürlich vorher ins Bad, mache mich ein bisschen fertig und dann gehe ich zum Sport eine Stunde lang, und wenn ich wiederkomme, dann ist es auch schon hell. Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer ist es natürlich auch schon hell, wenn ich losgehe, und dann startet für mich der Tag, und das ist eine Routine, die ich eigentlich jeden Tag mache. Und am Anfang hat das ein bisschen Überwindung gekostet. Das bedeutet am Anfang war es nicht ganz so einfach, das schöne, gemütliche und warme Bett zu verlassen, um zum Sport zu gehen. Aber jetzt mach ich mir gar keine Gedanken mehr und frage mich auch nicht, ob ich Lust habe oder nicht, sondern das ist eine Routine, die eigentlich automatisch geht.

Das finde ich schön.

Ja, und ich muss sagen, dass mir das wirklich hilft. Ich kam, bin sehr zufrieden, ich fühle mich fit, ich fühle mich gesund und ich habe das Gefühl, dass der Tag immer ziemlich gut startet und dass sich schon etwas geschafft habe, wenn ich dann am Schreibtisch sitze.

Das ist ein schönes Stichwort. Ich fühle mich so gut, wenn ich morgens schon sehr, sehr früh aufgestanden bin und auch schon morgens um acht dann das Gefühl habe “Oh, der Tag hat toll begonnen, alles ist irgendwie organisiert, und es kann losgehen und ich gehe zur Arbeit und weiß schon genau, wie der Tag auch ungefähr verlaufen wird, weil ich das schon vorher gut geplant habe, dann fühle ich mich auch gut, ja. Wenn ich aber in den Tag starte und ich habe das Gefühl, dass mir die Zeit morgens schon nicht reicht, um mich fertig zu machen, dann gerate ich so ein bisschen unter Stress und habe dann auch das Gefühl, dass der Tag nicht so richtig nach meinen Vorstellungen verläuft. 

Ja, finde ich auch. Wenn man morgens schon Stress hat, dann kann der ganze Tag darunter leiden. Dann kann es sein, dass man den ganzen Tag ein bisschen angespannt ist oder schlechte Laune oder so hat. Aber manchmal kann man das nicht vermeiden. Also zum Beispiel, wenn man verschläft. Manchmal hat man einfach Stress, oder manchmal hat man es eigentlich. Das kann man nicht ändern.

Ja, oder manchmal geht es mir zumindest so, dass ich mir den Wecker um fünf stelle, dann aber doch erst um 5 Uhr 30 aufstehe und eigentlich weiß ich, dass ich dann so ein bisschen ins, ja, in Stress gerate oder in Zeitnot gerate. Aber dennoch mache ich es, weil die halbe Stunde Schlaf morgens eigentlich nicht mehr so erholsam ist, weil der Wecker permanent klingelt. Aber ja, man nimmt es dann trotzdem irgendwie in Kauf.

Letzten Sonntag war ich sehr früh wach. Durch Zufall, muss ich sagen, nicht geplant, und ich wollte eigentlich weiterschlafen. Aber das konnte ich irgendwie nicht. Man hat ja manchmal eine innere Uhr. Kennst du das auch, dass das man eigentlich länger schlafen möchte, aber weil man normalerweise früher aufsteht, wird man dann automatisch wach? 

Ja, das kenne ich, ja. 

Und ich war dann am am Sonntag um halb sieben unterwegs, und das war wirklich schön. Da war kein einziges Auto auf der Straße, und das war toll. 

Ja. 

Ich habe den Sonnenaufgang gesehen. Es war ganz ruhig. Die Vögel habe ich zwitschern gehört. Ich muss dazu sagen, ich wohne in einer Großstadt. Also, dass sich hier kein Auto sehe, das kommt eigentlich nie vor, und da habe ich richtig gedacht: “Das ist aber ein schöner Morgen.”

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Noch viel schöner finde ich es im Sommer oder im Frühjahr, wenn es dann morgens schon relativ früh hell wird und, wie du sagst, die Vögel zwitschern und die Sonne schon scheint, aber die Stadt erst am Erwachen ist und man merkt, dass das Leben quasi erst dann so beginnt. Das finde ich immer superschön. Und ich finde es auch toll, wenn ich abends von der Arbeit komme und trotzdem noch irgendwie ganz viel machen kann, weil es sehr, sehr lange noch hell ist und die Sonne am Nachmittag noch scheint und man irgendwie noch einen schönen Spaziergang machen kann, finde ich das auch sehr angenehm.

Ja, das kann ich nachvollziehen. Das geht mir auch so. Aber wir dürfen natürlich den Hörerinnen und Hörern nicht verheimlichen, dass wir oder zumindest ich gleichzeitig auch Abendmenschen sind. Das heißt ich stehe zwar morgens früh auf, aber ich bin auch abends gerne lange wach. Und ihr könnt euch vorstellen, dass das ein Problem ist. Das verträgt sich miteinander nicht so gut.

Du sagst, du bist gerne abends lange wach. Also, ich muss sagen, ich bin zwar auch sehr, sehr oft abends lange wach, aber ich bin nicht immer gerne abends lange wach.

Ja, aber ich finde, wenn man einen langen Tag hatte und lange gearbeitet hat, dann kann ich schlecht von der Arbeit kommen, etwas essen und ins Bett gehen. Das mache ich eigentlich nicht, sondern ich möchte abends noch etwas “erleben”. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich dann rausgehe und Bungee-Jumping mache, oder irgendetwas anderes Extremes. Das bedeutet nur, dass ich noch was lesen möchte oder telefoniere oder fernsehe oder auch alles von diesen drei Sachen mache. Und dann wird es oft sehr spät.

Unter diesen Umständen bin ich auch gerne lange wach. Aber hast du das auch, dass du manchmal abends noch etwas arbeiten musst, oder irgendwie was Wichtiges erledigen musst?

Ja, natürlich. Das mache ich aber nicht ganz so gerne, weil das eigentlich nicht passt. Ja, wenn ich sowieso schon bis 19 Uhr oder 20 Uhr gearbeitet habe und dann noch zusätzlich etwas machen muss, das finde ich dann eigentlich nicht so besonders angenehm.

Ja, so geht es mir leider auch. Aber ich weiß dann, wenn ich die Sache abends nicht erledige, dann wartet sie am nächsten Morgen auf mich. Also versuche ich, sie hinter mich zu bringen und tue es dann ja,

Das stimmt. Man kann auch sagen zu Leuten, die gerne früh aufstehen, die morgens früh aufstehen: Das sind die Frühaufsteher und die Leute, die gerne lange schlafen, das sind die Langschläfer.

Und es gibt Tiere also, genauer gesagt Vögel, die man damit vergleicht, die man damit in Verbindung bringt. Zum Beispiel eine Eule ist ein Mensch, der gerne lange schläft oder auch abends spät wach ist, eine Nachteule, und eine Lerche ist ein Mensch, der morgens gerne früh aufsteht, also ein Frühaufsteher. Der Frühaufsteher ist die Lerche. Der Langschläfer, der auch abends gerne lange wach ist, ist die Eule. Und wie ist das eigentlich in den verschiedenen Jahreszeiten? Also mir fällt es im Sommer leichter, früh aufzustehen, weil es da schon hell ist. Aber im Winter wird es ja manchmal erst um acht oder nach acht hell. Dann ist man schon zwei Stunden wach, und es ist die ganze Zeit dunkel.

Ja. Also, ich stehe auch viel lieber im im Sommer und im Frühjahr früh auf. Und ich muss sagen, ich habe auch mehr Energie, wenn morgens schon die Sonne scheint und es früher hell ist. Dann habe ich automatisch auch mehr Energie und starte quasi viel kraftvoller und energiegeladener in den Tag.

Liebe Hörerinnen und Hörer, wie ist das bei euch? Seid ihr Frühaufsteher oder Langschläfer? Bist du ein Morgenmensch oder ein Abendmensch? Schreibe das gerne in die Kommentare dieser Podcast-Folge. Geh einfach auf deutschtraining.org und klicke “Podcast” an. Dann kannst du das dort bei der jeweiligen Folge in die Kommentare schreiben. Wir freuen uns und wir antworten auch. Wenn ihr gerne noch etwas mehr zu diesem Thema lesen möchtet, dann kommt doch auf die Webseite deutschtraining.org, kommt zu diesem Podcast und dort findet ihr ein Transkript, ein komplettes Transkript zu der ganzen Folge. Außerdem findet ihr Übungen zu diesem Thema und Grammatik. Vielen Dank fürs Zuhören. Wir freuen uns nächste Woche wieder auf euch. Macht’s gut bis bald. Tschüss.

Bis bald!

Outtakes

Also am liebsten wäre ich 24 Stunden wach. 

Aber das geht ja nicht, aus irgendwelchen biologischen Gründen.

Aber das geht leider nicht. 

Also 24 Stunden geht, aber danach wird es schwierig,

Ja, so, was machen wir jetzt? Nochmal?

Ja.

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