Start als Arzt / Ärztin in Deutschland

Nach der Approbation und Fachsprachprüfung

Was kommt nach der Approbation?

Sie haben die medizinische Fachsprachprüfung und vielleicht auch schon die Kenntnisprüfung bestanden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt können Sie die Apporbation beantragen und Ihre Karriere in einem deutschen Krankenhaus beginnen.

Aber anders als viele internationale Ärztinnen und Ärzte denken, ist die Approbation nicht das Ende, sondern erst der Anfang eines Weges, der Sie in ein Krankenhaus, in die Weiterbildung und schließlich zum Facharzttitel führt. Nicht immer läuft alles problemlos. Sicherhlich haben Sie viele Fragen. Dabei ist es gut, wenn Sie Fachleute auf Ihrer Seite haben, die sich auskennen und Ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite stehen.

👔 Vortrag: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland

vom Marburger Bund Wirtschafts- und Versicherungsdienst

Die Spezialisten unseres Kooperationspartners Marburger Bund WVD geben Ihnen wichtige Tipps für Ihren Berufsstart in Deutschland. Der Vortrag Start als Arzt / Ärztin in Deutschland findet einmal im Monat für unsere Teilnehmenden im Rahmen der Deutschkurse für Mediziner zur Vorbereitung auf die medizinische Fachsprachprüfung statt. Sie bekommen dabei hilfreiche Informationen für Ihren Berufsstart als internationale Ärztin / internationaler Arzt in Deutschland und können Fragen stellen.

Name der Sprachschule: Deutsch-Training

Tipps: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland

In diesem Artikel erhalten Sie zunächst einen Überblick und im Anschluss eine Vokabelliste für den Vortrag “Start als Arzt / Ärztin in Deutschland”.

1. Wichtige Dokumente

Als internationale Ärztin / internationaler Arzt sollten Sie sich vor Ihrem Berufsstart in Deutschland um Folgendes kümmern:

  • Approbationsurkunde (Original + beglaubigte Kopien)
  • Fachsprachprüfung / Kenntnisprüfung (Nachweise aufbewahren)
  • Eintrag ins Arztregister (je nach Bundesland relevant)
  • Steuer-ID
  • Sozialversicherungsnummer
  • Bankkonto in Deutschland

2. Arbeitsvertrag

Arbeitsbedingungen verstehen

  • Tarifvertrag prüfen
    Meist:
    • TV-Ärzte VKA (kommunale Krankenhäuser)
    • TV-Ärzte TdL (Universitätskliniken)
  • Eingruppierung: Assistenzarzt Stufe 1
  • Weiterbildungsbefugnis der Klinik prüfen
    • Ist die Klinik zur Facharztweiterbildung zugelassen?
    • Wie viele Monate werden anerkannt?
    • Wichtig: Nicht jede Assistenzarztstelle führt automatisch zum Facharzt!

3. Versicherungen

Pflichtversicherungen

  • Krankenversicherung
    • Gesetzlich (Standard)
    • Private nur in Sonderfällen
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung

Diese laufen automatisch über den Arbeitgeber.

Wichtig: Berufshaftpflichtversicherung

  • Muss vorhanden sein, auch wenn das Krankenhaus eine hat
  • Deckt persönliche Haftungsrisiken ab
  • Speziell für Ärzte abschließen

Empfehlenswert

  • Berufsunfähigkeitsversicherung (früh abschließen!)
  • Rechtsschutzversicherung (Arbeitsrecht!)
  • Private Haftpflichtversicherung
  • evtl. Berufshaftpflichtversicherung

4. Mitgliedschaften

Ärztekammer: Pflichtmitgliedschaft

  • Anmeldung bei der Landesärztekammer
  • Zuständig für:
    • Facharztweiterbildung
    • Fortbildungspunkte (CME)
    • Berufsordnung

Marburger Bund (empfohlen)

5. Visa und Aufenthaltstitel

Für Nicht-EU-Ärzte

  • Aufenthaltstitel zur Berufsausübung
  • Muss oft nach der Approbation aktualisiert werden
  • Arbeitgeberbescheinigung erforderlich

Auf Fristen achten!

  • Familiennachzug prüfen
  • Verlängerung rechtzeitig beantragen

6. Fortbildung und Weiterbildung

Pflichtfortbildungen

  • Facharztweiterbildung nach Weiterbildungsordnung
  • Dokumentation im Logbuch
  • Regelmäßige Gespräche mit dem Weiterbilder

Seminare & Kurse

  • Klinikintern
  • Ärztekammer
  • Fachgesellschaften
  • Online-Fortbildungen (CME-Punkte!)

7. Berufliche Integration

Typische Herausforderungen

  • Hierarchien verstehen
  • Visitenkultur
  • Übergaben & Dokumentation
  • Telefonate mit Pflege & anderen Abteilungen
  • Kommunikation mit Patienten & Angehörigen

Erfolgsfaktoren

  • Netzwerk / Berufsverband
  • Nachfragen (lieber einmal mehr)
  • Feedback aktiv einholen
  • Mentor suchen
  • Fehlerkultur verstehen

8. Fortlaufende Deutschkurse für Ärztinnen und Ärzte

(z. B. bei Deutsch-Training! 😉)

Sehr empfehlenswert, auch nach der Approbation:

  • Medizinische Alltagssprache
  • Konversation mit Patienten und Kollegen
  • Telefonate & Übergaben
  • Arztbriefe
  • Konflikt- und Krisengespräche
  • Prüfungsvorbereitung Facharzt

Viele merken erst im Klinikalltag, dass sie sprachlich noch Unterstützung brauchen.

9. Bewerbung

Typische Unterstützung

  • Lebenslauf nach deutschem Standard
  • Anschreiben für Kliniken
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
  • Simulation von Bewerbungsgesprächen

Häufige Fehler

  • Unklare Zeiträume im Lebenslauf
  • Zu allgemein
  • Zu wenig Bezug zur Klinik

10. Networking

Sehr wertvoll

  • Kolleginnen & Kollegen aus dem eigenen Herkunftsland
  • Fachgruppen (z. B. auf LinkedIn, Facebook)
  • Fortbildungen & Kongresse
  • Kontakte zu Oberärzten

Viele Stellen werden inoffiziell oder intern vergeben.

11. Wichtige Tipps
  • Weiterbildungszeiten schriftlich bestätigen lassen
  • Arbeitszeiten dokumentieren
  • Überlastung früh ansprechen
  • Eigene Rechte kennen
  • Nicht alles allein lösen wollen

12. Fazit

Nach der Approbation beginnt der eigentliche Weg:

  • Unterstützung annehmen
  • Rechtlich absichern
  • Sprachlich weiterentwickeln
  • Fachlich strukturiert weiterbilden
  • Netzwerke aufbauen

Vokabelliste: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland

WortErklärungBeispielsatz
die UnterstützungHilfe, die man von einer Person oder Organisation bekommt, zum Beispiel bei Problemen oder Fragen.Der Marburger Bund bietet Ärztinnen und Ärzten Unterstützung bei beruflichen Fragen.
die SicherheitDas Gefühl oder der Zustand, gut geschützt zu sein und keine Angst vor Problemen zu haben.Viele Ärzte suchen Sicherheit im Beruf und im Einkommen.
das NetzwerkEine Gruppe von Menschen oder Organisationen, die miteinander in Kontakt stehen und sich helfen.Berufsnetzwerke helfen den Mitgliedern dabei, ihre Interessen zu vertreten.
die GewerkschaftEine Organisation, die die Interessen von Arbeitnehmern vertritt, zum Beispiel beim Gehalt oder bei der Arbeitszeit.Der Marburger Bund ist eine Gewerkschaft für Ärzte.
die ÄrztegewerkschaftEine spezielle Gewerkschaft, die nur die Interessen von Ärztinnen und Ärzten vertritt.Als Ärztegewerkschaft setzt sich der Marburger Bund für bessere Arbeitsbedingungen ein.
der BerufsverbandEine Organisation für Menschen aus einem bestimmten Beruf, die fachliche und berufliche Interessen vertritt.Viele Ärzte sind Mitglied in einem Berufsverband.
der EinsatzAktives Handeln für ein Ziel oder eine Sache.Der Einsatz des Marburger Bundes verbessert die Situation der Ärzte.
sich einsetzen fürAktiv für etwas arbeiten oder kämpfen.Gewerkschaften setzen sich für faire Arbeitszeiten ein.
die TarifverhandlungGespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über Gehalt und Arbeitsbedingungen.In der Tarifverhandlung ging es um das Gehalt der Ärzte im öffentlichen Dienst.
die RechtsberatungProfessionelle Hilfe bei rechtlichen Fragen durch Juristen.Mitglieder erhalten kostenlose Rechtsberatung.
das ArbeitsrechtDer Teil des Rechts, der Regeln für Arbeit, Arbeitsverträge und Arbeitszeiten festlegt.Das Arbeitsrecht schützt Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
das BerufsrechtRechtliche Regeln, die für einen bestimmten Beruf gelten.Ärzte müssen das Berufsrecht beachten.
der ArbeitgeberDie Person oder Institution, bei der man arbeitet.Das Krankenhaus ist ein Arbeitgeber von Ärztinnen und Ärzten.
der ArbeitnehmerEine Person, die für einen Arbeitgeber arbeitet und dafür Geld bekommt.Assistenzärzte sind Ärzte in Weiterbildung. Sie sind Arbeitnehmer, weil sie für Krankenhäuser arbeiten.
die BehördeEine staatliche Stelle, die Aufgaben verwaltet und Entscheidungen trifft.Die Behörde entscheidet über die Berufserlaubnis.
der HeilberufEin Beruf im Gesundheitswesen, der Menschen medizinisch behandelt.Arzt ist ein Heilberuf.
akademische HeilberufeHeilberufe, für die ein Hochschulstudium notwendig ist.Der Arztberuf gehört zu den akademischen Heilberufen.
der TarifvertragEin schriftlicher Vertrag über Gehalt und Arbeitsbedingungen.Der Tarifvertrag regelt die Arbeitszeit der Ärzte.
die GehaltsstrukturDie Art und Weise, wie Gehälter aufgebaut und gestaffelt sind.Die Gehaltsstruktur hängt von Erfahrung und Position ab.
die EingruppierungDie Zuordnung zu einer bestimmten Gehaltsstufe.Die Eingruppierung erfolgt nach Berufserfahrung.
eingruppierenEiner Gehaltsstufe zuordnen.Der Arzt wird korrekt eingruppiert.
die ArbeitszeitDie Zeit, in der man arbeitet.Die Arbeitszeit ist im Vertrag festgelegt.
der BereitschaftsdienstDienstzeit, in der man erreichbar sein muss.Im Krankenhaus gibt es regelmäßige Bereitschaftsdienste.
die HaftpflichtversicherungVersicherung, die Schäden bezahlt, die man anderen zufügt.Jeder Arzt braucht eine Haftpflichtversicherung.
die BerufshaftpflichtversicherungVersicherung für Schäden aus der beruflichen Tätigkeit.Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Ärzte sehr wichtig.
die PrivathaftpflichtversicherungVersicherung für Schäden im privaten Leben.Die Privathaftpflichtversicherung deckt private Schäden ab.
die AbsicherungSchutz vor finanziellen oder beruflichen Risiken.Gute Absicherung ist im Arztberuf wichtig.
absichernSchutz organisieren oder abschließen.Ärzte sollten sich gut absichern.
die FamulaturPraktische Ausbildungszeit für Medizinstudierende.Die Famulatur findet oft im Krankenhaus statt.
die AuslandsfamulaturFamulatur in einem anderen Land.Sie hat eine Auslandsfamulatur in Spanien gemacht.
das PJ (das Praktische Jahr)Letztes Jahr des Medizinstudiums mit praktischer Arbeit.Im PJ arbeiten Studierende im Klinikalltag mit.
langfristigÜber einen langen Zeitraum.Langfristig möchte er in Deutschland arbeiten.
kurzfristigFür kurze Zeit oder bald.Kurzfristig sucht sie eine Lösung.
die finanzielle SicherheitSicherheit, genug Geld zum Leben zu haben.Ein festes Gehalt gibt finanzielle Sicherheit.
die WeiterbildungZusätzliche Ausbildung nach dem Studium.Die Weiterbildung zum Facharzt dauert mehrere Jahre.
die WeiterbildungsstätteOrt, an dem die Weiterbildung stattfindet.Das Krankenhaus ist eine anerkannte Weiterbildungsstätte.
die KarriereBeruflicher Lebensweg und Entwicklung.Er plant seine Karriere als Arzt.
sich als Arzt niederlassenEine eigene Praxis eröffnen.Viele Ärzte wollen sich später niederlassen.
niedergelassener ArztArzt mit eigener Praxis.Der niedergelassene Arzt arbeitet selbstständig.
der RechtsschutzSchutz und Hilfe bei rechtlichen Problemen.Der Rechtsschutz hilft bei Streitfällen.
die RechtsschutzversicherungVersicherung, die Kosten für Anwälte und Gerichte übernimmt.Eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein.
der ArbeitsvertragVertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.Der Arbeitsvertrag regelt Gehalt und Arbeitszeit.
berufsrechtliche FragenFragen zu rechtlichen Regeln des Berufs.Der Marburger Bund hilft bei berufsrechtlichen Fragen.
der EinzelfallEine spezielle, individuelle Situation.Jeder Einzelfall wird genau geprüft.
die EinzelfallberatungIndividuelle Beratung für eine konkrete Situation.Mitglieder bekommen Einzelfallberatung.
die VeranstaltungOrganisiertes Treffen wie Vortrag oder Seminar.Die Veranstaltung richtet sich an junge Ärztnnen und Ärzte.
die BerufserlaubnisErlaubnis, in Deutschland als Arzt zu arbeiten.Ohne Berufserlaubnis darf man nicht arbeiten.
die ArbeitserlaubnisErlaubnis, in Deutschland zu arbeiten.Eine Arbeitserlaubnis ist oft befristet.
der BerufseinstiegBeginn des Berufslebens.Der Marburger Bund kann beim Berufseinstieg unterstützen.
das VersorgungswerkRentensystem speziell für bestimmte Berufe.Ärzte zahlen in ein Versorgungswerk ein.
die gesetzliche Rentenversicherung (GRV)Staatliches Rentensystem in Deutschland.Viele Arbeitnehmer sind in der GRV versichert.
die private Rentenversicherung (PRV)Private Vorsorge für das Alter.Manche Ärzte haben zusätzlich eine PRV.
die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)Staatlich geregelte Krankenversicherung.Viele Arbeitnehmer sind in der GKV.
die private Krankenversicherung (PKV)Private Krankenversicherung mit individuellen Tarifen.Einige Ärzte wechseln in die PKV.
das GehaltGeld, das man regelmäßig für seine Arbeit bekommt.Das Gehalt steigt mit der Berufserfahrung.
die BerufsunfähigkeitZustand, in dem man nicht mehr arbeiten kann.Krankheit kann zur Berufsunfähigkeit führen.
die BerufsunfähigkeitsversicherungVersicherung, die bei Berufsunfähigkeit zahlt.Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wahrscheinlich für die meisten Berufszweige sinnvoll.
die FachrichtungMedizinisches Spezialgebiet.Ihre Fachrichtung ist Innere Medizin.

Nach dem Vortrag: Wortschatzfragen im Deutschkurs für Mediziner

Nach dem Vortrag im Unterricht gab es einige Fragen – sowohl zu Vokabeln als auch zur Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Wir tragen diese Fragen und Antworten für Sie zusammen, damit Sie alles so gut wie möglich verstehen und einen guten Überblick über die erhaltenen Informationen haben.

🔹 Redewendung

jemanden über den Tisch ziehen

Bedeutung:
Jemanden betrügen oder unfair behandeln, oft bei Geld, Verträgen oder wichtigen Entscheidungen. Die Person merkt es manchmal erst später.

Beispielsätze:

  • Der Berater erklärt alles genau, damit Sie nicht über den Tisch gezogen werden.
  • Viele haben Angst, bei Verträgen über den Tisch gezogen zu werden.

🏛️ Staat & Verwaltung

die Bürokratie

Bedeutung:
Alle Regeln, Formulare und Ämter, die man für Anträge, Genehmigungen oder Dokumente braucht. Oft dauert alles lange.

Beispielsätze:

  • Die Bürokratie in Deutschland ist für viele neu und kompliziert.
  • Wegen der Bürokratie braucht der Antrag mehrere Monate.

das föderale System

Bedeutung:
Deutschland ist in Bundesländer geteilt. Jedes Bundesland darf viele Dinge selbst regeln, zum Beispiel Gesundheit oder Bildung.

Beispielsätze:

  • Durch das föderale System gelten unterschiedliche Regeln in den Bundesländern.
  • Das föderale System macht die Anerkennung manchmal schwierig.

das Bundesland

Bedeutung:
Ein Teil von Deutschland, zum Beispiel Bayern, NRW oder Sachsen. Jedes Bundesland hat eigene Behörden.

Beispielsätze:

  • Die Approbation hängt oft vom Bundesland ab.
  • In jedem Bundesland gibt es eine eigene Ärztekammer.

die Ärztekammer

Bedeutung:
Eine Organisation für Ärztinnen und Ärzte. Sie ist zuständig für Approbation, Weiterbildung und Berufsregeln.

Beispielsätze:

  • Die Ärztekammer prüft die Unterlagen für die Approbation.
  • Ärztinnen und Ärzte müssen Mitglied in der Ärztekammer sein.

die Bezirksregierung

Bedeutung:
Eine Behörde, die zwischen Landesregierung und Städten steht. Sie ist oft für Approbationen zuständig.

Beispielsätze:

  • Die Bezirksregierung bearbeitet den Antrag auf Approbation.
  • Viele Fragen gehen direkt an die Bezirksregierung.

das Regierungspräsidium

Bedeutung:
Eine Landesbehörde, ähnlich wie die Bezirksregierung (Name je nach Bundesland).

Beispielsätze:

  • Das Regierungspräsidium entscheidet über die Anerkennung.
  • Der Antrag liegt jetzt beim Regierungspräsidium.

der Sachbearbeiter / die Sachbearbeiterin

Bedeutung:
Eine Person in der Behörde, die einen Antrag oder Fall bearbeitet.

Beispielsätze:

  • Der Sachbearbeiter prüft alle Dokumente.
  • Die Sachbearbeiterin hat noch eine Rückfrage gestellt.

👥 Interessen & Arbeit

der Berufsverband

Bedeutung:
Eine Organisation, die eine bestimmte Berufsgruppe unterstützt, zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte.

Beispielsätze:

  • Der Berufsverband informiert über neue Regeln.
  • Viele Ärztinnen und Ärzte sind Mitglied im Berufsverband.

die Interessenvertretung

Bedeutung:
Eine Organisation, die sich für die Rechte und Interessen einer Gruppe einsetzt.

Beispielsätze:

  • Die Interessenvertretung spricht für die Ärztinnen und Ärzte.
  • Ohne Interessenvertretung ist man oft allein.

die Gewerkschaft

Bedeutung:
Eine Organisation, die sich für faire Löhne und Arbeitsbedingungen einsetzt.

Beispielsätze:

  • Die Gewerkschaft verhandelt bessere Arbeitszeiten.
  • Viele angestellte Ärztinnen sind in einer Gewerkschaft.

die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten verbessern

Bedeutung:
Zum Beispiel: weniger Überstunden, faire Bezahlung, mehr Pausen, bessere Organisation.

Beispielsätze:

  • Die Organisation möchte die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten verbessern.
  • Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig für die Gesundheit.

die Rechtsberatung

Bedeutung:
Hilfe von Juristinnen oder Juristen bei rechtlichen Fragen, z. B. zu Verträgen oder Problemen mit Behörden.

Beispielsätze:

  • Bei Problemen hilft eine kostenlose Rechtsberatung.
  • Die Rechtsberatung erklärt den Vertrag einfach.

die Herausforderung mit Behörden

Bedeutung:
Schwierigkeiten im Umgang mit Ämtern, zum Beispiel Sprache, lange Wartezeiten oder unklare Regeln.

Beispielsätze:

  • Für viele ist die Bürokratie eine große Herausforderung mit Behörden.
  • Sprachprobleme machen die Herausforderung mit Behörden größer.

🛡️ Versicherungen

die Haftpflichtversicherung

Bedeutung:
Eine Versicherung, die Schäden bezahlt, wenn man jemandem aus Versehen schadet.

Beispielsätze:

  • Eine Haftpflichtversicherung ist sehr wichtig.
  • Ohne Haftpflichtversicherung kann es teuer werden.

haften

Bedeutung:
Für einen Schaden rechtlich verantwortlich sein und dafür bezahlen müssen.

Beispielsätze:

  • Ärztinnen haften für Behandlungsfehler.
  • Ohne Versicherung muss man selbst haften.

die Berufshaftpflichtversicherung

Bedeutung:
Eine spezielle Haftpflichtversicherung für den ärztlichen Beruf.

Beispielsätze:

  • Die Berufshaftpflichtversicherung ist Pflicht für Ärztinnen.
  • Sie schützt vor hohen Kosten bei Fehlern.

die Privathaftpflichtversicherung

Bedeutung:
Eine Versicherung für private Schäden, nicht für den Beruf.

Beispielsätze:

  • Die Privathaftpflichtversicherung gilt im Alltag.
  • Berufliche Fehler sind nicht mit der Privathaftpflicht versichert.

die Selbstbeteiligung

Bedeutung:
Der Teil der Kosten, den man selbst bezahlen muss, auch wenn man versichert ist.

Beispielsätze:

  • Die Versicherung hat eine Selbstbeteiligung von 500 Euro.
  • Bei hoher Selbstbeteiligung zahlt man mehr selbst.

überversichert

Bedeutung:
Man hat zu viele Versicherungen, die man eigentlich nicht braucht.

Beispielsätze:

  • Manche Menschen sind überversichert.
  • Überversichert zu sein kostet unnötig Geld.

unterversichert

Bedeutung:
Man hat nicht genug Versicherungsschutz.

Beispielsätze:

  • Ohne Berufshaftpflicht ist man unterversichert.
  • Unterversichert zu sein ist ein großes Risiko.

💰 Rente & Vorsorge

die gesetzliche Rentenversicherung

Bedeutung:
Das staatliche Rentensystem für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Beispielsätze:

  • Angestellte zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein.
  • Die Rente kommt im Alter.

das ärztliche Versorgungswerk

Bedeutung:
Ein eigenes Rentensystem für Ärztinnen und Ärzte, statt der gesetzlichen Rente.

Beispielsätze:

  • Viele Ärztinnen sind im ärztlichen Versorgungswerk.
  • Das Versorgungswerk sichert die Rente im Alter.

🏥 Arbeit & Modelle

das MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum)

Bedeutung:
Eine große Praxis mit mehreren Ärztinnen und Ärzten und oft verschiedenen Fachrichtungen.

Beispielsätze:

  • Das MVZ beschäftigt viele angestellte Ärztinnen.
  • In einem MVZ arbeitet man im Team.

angestellt

Bedeutung:
Man arbeitet für einen Arbeitgeber und bekommt ein festes Gehalt.

Beispielsätze:

  • Sie ist als Ärztin angestellt.
  • Angestellte haben feste Arbeitszeiten.

selbstständig / freiberuflich

Bedeutung:
Man arbeitet auf eigene Rechnung, zum Beispiel in einer eigenen Praxis.

Beispielsätze:

  • Selbstständige tragen mehr Verantwortung.
  • Freiberufliche Ärztinnen organisieren alles selbst.

das Job-Sharing

Bedeutung:
Zwei Personen teilen sich eine Stelle und die Arbeitszeit.

Beispielsätze:

  • Job-Sharing ermöglicht Teilzeit.
  • Zwei Ärztinnen machen Job-Sharing.

die Rucksack-Anästhesie

Bedeutung:
Umgangssprachlich: mobile Anästhesie, bei der man an verschiedenen Orten arbeitet.

Beispielsätze:

  • Bei der Rucksack-Anästhesie arbeitet man flexibel.
  • Die Ärztin macht Anästhesie in verschiedenen Praxen.

flexibel

Bedeutung:
Man kann sich gut anpassen, zum Beispiel bei Zeit oder Ort.

Beispielsätze:

  • Flexible Arbeitszeiten sind beliebt.
  • Der Job ist sehr flexibel.

🆘 Unterstützung

Hilfe vor der Approbation und vor einer Mitgliedschaft

Bedeutung:
Unterstützung schon vor der offiziellen Anerkennung als Ärztin oder Arzt.

Beispielsätze:

  • Es gibt Hilfe vor der Approbation.
  • Auch ohne Mitgliedschaft bekommt man Unterstützung.

kostenlose Hilfe bei Korrespondenzen

Bedeutung:
Unterstützung beim Schreiben von E-Mails, Briefen oder Anträgen, ohne Kosten.

Beispielsätze:

  • Der Wirtschafts- und Versicherungsdienst des Marburger Bundes bietet kostenlose Hilfe bei Korrespondenzen an.
  • Viele brauchen Hilfe bei Korrespondenzen mit Behörden.

Nach dem Vortrag: Fragen an den Marburger Bund

Diese Fragen wurden von den Kursteilnehmern nach dem Vortrag des WVD des Marburger Bundes gestellt:

  1. Kommt die Ärztegewerkschaft aus Marburg oder warum heißt sie “Marburger Bund”?
  2. Wie viel kostet eine Mitgliedschaft beim Marburger Bund?
  3. Gibt es bestimmte Kriterien für eine Anmeldung beim Marburger Bund?
  4. Welche Vorteile bringt eine Mitgliedschaft beim Marburger Bund für internationale Ärztinnen und Ärzte?
  5. Gibt es Sonderkonditionen für Berufsanfänger oder internationale Ärzte?
  6. Kann mir der Marburger Bund helfen, eine Stelle zu finden? Gibt es vielleicht einen Job-Pool?
  7. Mein Antrag liegt schon seit zwei Jahren bei den Behörden und es geht nicht weiter. Kann der Marburger Bund Kontakt zum einem Regierungspräsidium oder zu einer Bezirksregierung aufnehmen, um zu fragen, wie lange es noch dauert? Meine Anfragen werden nicht beantwortet.
  8. Hat der Marburger Bund Erfahrung mit der Anerkennung von Weiterbildungen aus Drittstatten, z.B. aus Indien? Gibt es Erfahrungswerte oder Statistiken, ob und wie oft Facharztausbildungen entweder gar nicht, teilweise oder ganz anerkannt werden?
  9. Gibt es auch für Praxen einen Tarif oder eine fest vorgegebene Bezahlung?
  10. Nach dem Bestehen der medizinischen Fachsprachprüfung bekommen ausländische Ärzte zunächst eine Berufserlaubnis, die 2 Jahre gültig ist. Es ist leider schon bei vielen Kolleginnen und Kollegen vorgekommen, dass die Bearbeitung der Anträge bzw. der Gutachten länger als 2 Jahre dauert und die Ärztinnen und Ärzte gezwungenermaßen arbeitslos werden, da die Berfuserlaubnis erloschen ist. Kann der Marburger Bund diese Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, Arbeitslosengeld zu beantragen oder dabei helfem dass die Behörden Anträge innerhalb von 2 Jahren bearbeiten?