
Was kommt nach der Approbation?
Sie haben die medizinische Fachsprachprüfung und vielleicht auch schon die Kenntnisprüfung bestanden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt können Sie die Apporbation beantragen und Ihre Karriere in einem deutschen Krankenhaus beginnen.
Aber anders als viele internationale Ärztinnen und Ärzte denken, ist die Approbation nicht das Ende, sondern erst der Anfang eines Weges, der Sie in ein Krankenhaus, in die Weiterbildung und schließlich zum Facharzttitel führt. Nicht immer läuft alles problemlos. Sicherhlich haben Sie viele Fragen. Dabei ist es gut, wenn Sie Fachleute auf Ihrer Seite haben, die sich auskennen und Ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite stehen.
👔 Vortrag: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland
vom Marburger Bund Wirtschafts- und Versicherungsdienst
Die Spezialisten unseres Kooperationspartners Marburger Bund WVD geben Ihnen wichtige Tipps für Ihren Berufsstart in Deutschland. Der Vortrag Start als Arzt / Ärztin in Deutschland findet einmal im Monat für unsere Teilnehmenden im Rahmen der Deutschkurse für Mediziner zur Vorbereitung auf die medizinische Fachsprachprüfung statt. Sie bekommen dabei hilfreiche Informationen für Ihren Berufsstart als internationale Ärztin / internationaler Arzt in Deutschland und können Fragen stellen.
Name der Sprachschule: Deutsch-Training

Nächster Vortrag: 23. März 2026 um 9:30 Uhr im Online-Kurs Deutsch für Ärzte (FSP)

Informationen zum Berufsstart | Start als Arzt in Deutschland
Tipps: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland
In diesem Artikel erhalten Sie zunächst einen Überblick und im Anschluss eine Vokabelliste für den Vortrag “Start als Arzt / Ärztin in Deutschland”.
1. Wichtige Dokumente
Als internationale Ärztin / internationaler Arzt sollten Sie sich vor Ihrem Berufsstart in Deutschland um Folgendes kümmern:
- Approbationsurkunde (Original + beglaubigte Kopien)
- Fachsprachprüfung / Kenntnisprüfung (Nachweise aufbewahren)
- Eintrag ins Arztregister (je nach Bundesland relevant)
- Steuer-ID
- Sozialversicherungsnummer
- Bankkonto in Deutschland
2. Arbeitsvertrag
Arbeitsbedingungen verstehen
- Tarifvertrag prüfen
Meist:- TV-Ärzte VKA (kommunale Krankenhäuser)
- TV-Ärzte TdL (Universitätskliniken)
- Eingruppierung: Assistenzarzt Stufe 1
- Weiterbildungsbefugnis der Klinik prüfen
- Ist die Klinik zur Facharztweiterbildung zugelassen?
- Wie viele Monate werden anerkannt?
- Wichtig: Nicht jede Assistenzarztstelle führt automatisch zum Facharzt!
3. Versicherungen
Pflichtversicherungen
- Krankenversicherung
- Gesetzlich (Standard)
- Private nur in Sonderfällen
- Rentenversicherung
- Arbeitslosenversicherung
- Pflegeversicherung
Diese laufen automatisch über den Arbeitgeber.
Wichtig: Berufshaftpflichtversicherung
- Muss vorhanden sein, auch wenn das Krankenhaus eine hat
- Deckt persönliche Haftungsrisiken ab
- Speziell für Ärzte abschließen
Empfehlenswert
- Berufsunfähigkeitsversicherung (früh abschließen!)
- Rechtsschutzversicherung (Arbeitsrecht!)
- Private Haftpflichtversicherung
- evtl. Berufshaftpflichtversicherung
4. Mitgliedschaften
Ärztekammer: Pflichtmitgliedschaft
- Anmeldung bei der Landesärztekammer
- Zuständig für:
- Facharztweiterbildung
- Fortbildungspunkte (CME)
- Berufsordnung
Marburger Bund (empfohlen)
- Gewerkschaft der angestellten Ärzte
- Vorteile:
- Vertragsprüfung
- Rechtsberatung
- Tarifinformationen
- Unterstützung bei Konflikten
- Besonders wichtig für ausländische Ärztinnen und ÄrzteUnterstützung bei Konflikten
5. Visa und Aufenthaltstitel
Für Nicht-EU-Ärzte
- Aufenthaltstitel zur Berufsausübung
- Muss oft nach der Approbation aktualisiert werden
- Arbeitgeberbescheinigung erforderlich
Auf Fristen achten!
- Familiennachzug prüfen
- Verlängerung rechtzeitig beantragen
6. Fortbildung und Weiterbildung
Pflichtfortbildungen
- Facharztweiterbildung nach Weiterbildungsordnung
- Dokumentation im Logbuch
- Regelmäßige Gespräche mit dem Weiterbilder
Seminare & Kurse
- Klinikintern
- Ärztekammer
- Fachgesellschaften
- Online-Fortbildungen (CME-Punkte!)
7. Berufliche Integration
Typische Herausforderungen
- Hierarchien verstehen
- Visitenkultur
- Übergaben & Dokumentation
- Telefonate mit Pflege & anderen Abteilungen
- Kommunikation mit Patienten & Angehörigen
Erfolgsfaktoren
- Netzwerk / Berufsverband
- Nachfragen (lieber einmal mehr)
- Feedback aktiv einholen
- Mentor suchen
- Fehlerkultur verstehen
8. Fortlaufende Deutschkurse für Ärztinnen und Ärzte
(z. B. bei Deutsch-Training! 😉)
Sehr empfehlenswert, auch nach der Approbation:
- Medizinische Alltagssprache
- Konversation mit Patienten und Kollegen
- Telefonate & Übergaben
- Arztbriefe
- Konflikt- und Krisengespräche
- Prüfungsvorbereitung Facharzt
Viele merken erst im Klinikalltag, dass sie sprachlich noch Unterstützung brauchen.
9. Bewerbung
Typische Unterstützung
- Lebenslauf nach deutschem Standard
- Anschreiben für Kliniken
- Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
- Simulation von Bewerbungsgesprächen
Häufige Fehler
- Unklare Zeiträume im Lebenslauf
- Zu allgemein
- Zu wenig Bezug zur Klinik
10. Networking
Sehr wertvoll
- Kolleginnen & Kollegen aus dem eigenen Herkunftsland
- Fachgruppen (z. B. auf LinkedIn, Facebook)
- Fortbildungen & Kongresse
- Kontakte zu Oberärzten
Viele Stellen werden inoffiziell oder intern vergeben.
11. Wichtige Tipps
- Weiterbildungszeiten schriftlich bestätigen lassen
- Arbeitszeiten dokumentieren
- Überlastung früh ansprechen
- Eigene Rechte kennen
- Nicht alles allein lösen wollen
12. Fazit
Nach der Approbation beginnt der eigentliche Weg:
- Unterstützung annehmen
- Rechtlich absichern
- Sprachlich weiterentwickeln
- Fachlich strukturiert weiterbilden
- Netzwerke aufbauen
Vokabelliste: Start als Arzt / Ärztin in Deutschland
1. Organisationen & Interessenvertretung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Gewerkschaft | Eine Organisation, die die Interessen von Arbeitnehmern vertritt, zum Beispiel beim Gehalt oder bei der Arbeitszeit. | Der Marburger Bund ist eine Gewerkschaft für Ärzte. |
| die Ärztegewerkschaft | Eine spezielle Gewerkschaft, die nur die Interessen von Ärztinnen und Ärzten vertritt. | Als Ärztegewerkschaft setzt sich der Marburger Bund für bessere Arbeitsbedingungen ein. |
| der Berufsverband | Eine Organisation für Menschen aus einem bestimmten Beruf, die fachliche und berufliche Interessen vertritt. | Viele Ärzte sind Mitglied in einem Berufsverband. |
| die Interessenvertretung | Eine Organisation, die sich für die Rechte und Interessen einer Gruppe einsetzt. | Die Interessenvertretung spricht für die Ärztinnen und Ärzte. |
| die Ärztekammer | Eine Organisation für Ärztinnen und Ärzte. Sie ist zuständig für Approbation, Weiterbildung und Berufsregeln. | Die Ärztekammer prüft die Unterlagen für die Approbation. |
| das Netzwerk | Eine Gruppe von Menschen oder Organisationen, die miteinander in Kontakt stehen und sich helfen. | Berufsnetzwerke helfen den Mitgliedern dabei, ihre Interessen zu vertreten. |
2. Unterstützung & Beratung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Unterstützung | Hilfe, die man von einer Person oder Organisation bekommt, zum Beispiel bei Problemen oder Fragen. | Der Marburger Bund bietet Ärztinnen und Ärzten Unterstützung bei beruflichen Fragen. |
| der Einsatz | Aktives Handeln für ein Ziel oder eine Sache. | Der Einsatz des Marburger Bundes verbessert die Situation der Ärzte. |
| sich einsetzen für | Aktiv für etwas arbeiten oder kämpfen. | Gewerkschaften setzen sich für faire Arbeitszeiten ein. |
| die Einzelfallberatung | Individuelle Beratung für eine konkrete Situation. | Mitglieder bekommen Einzelfallberatung. |
| der Einzelfall | Eine spezielle, individuelle Situation. | Jeder Einzelfall wird genau geprüft. |
| die Rechtsberatung | Professionelle Hilfe bei rechtlichen Fragen durch Juristen. | Mitglieder erhalten kostenlose Rechtsberatung. |
| berufsrechtliche Fragen | Fragen zu rechtlichen Regeln des Berufs. | Der Marburger Bund hilft bei berufsrechtlichen Fragen. |
| kostenlose Hilfe bei Korrespondenzen | Unterstützung beim Schreiben von E-Mails, Briefen oder Anträgen, ohne Kosten. | Viele brauchen Hilfe bei Korrespondenzen mit Behörden. |
| Hilfe vor der Approbation und vor einer Mitgliedschaft | Unterstützung schon vor der offiziellen Anerkennung als Ärztin oder Arzt. | Es gibt Hilfe vor der Approbation. |
3. Staat, Verwaltung & Behörden
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Behörde | Eine staatliche Stelle, die Aufgaben verwaltet und Entscheidungen trifft. | Die Behörde entscheidet über die Berufserlaubnis. |
| die Bürokratie | Alle Regeln, Formulare und Ämter, die man für Anträge, Genehmigungen oder Dokumente braucht. | Wegen der Bürokratie braucht der Antrag mehrere Monate. |
| das föderale System | Deutschland ist in Bundesländer geteilt. Jedes Bundesland darf viele Dinge selbst regeln. | Durch das föderale System gelten unterschiedliche Regeln in den Bundesländern. |
| das Bundesland | Ein Teil von Deutschland mit eigenen Behörden. | In jedem Bundesland gibt es eine eigene Ärztekammer. |
| die Bezirksregierung | Eine Behörde zwischen Landesregierung und Städten. | Die Bezirksregierung bearbeitet den Antrag auf Approbation. |
| das Regierungspräsidium | Eine Landesbehörde, ähnlich wie die Bezirksregierung. | Das Regierungspräsidium entscheidet über die Anerkennung. |
| der Sachbearbeiter / die Sachbearbeiterin | Eine Person in der Behörde, die einen Antrag bearbeitet. | Die Sachbearbeiterin hat noch eine Rückfrage gestellt. |
4. Recht & Verträge
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| das Arbeitsrecht | Der Teil des Rechts, der Regeln für Arbeit, Arbeitsverträge und Arbeitszeiten festlegt. | Das Arbeitsrecht schützt Arbeitnehmer und Arbeitgeber. |
| das Berufsrecht | Rechtliche Regeln, die für einen bestimmten Beruf gelten. | Ärzte müssen das Berufsrecht beachten. |
| der Arbeitsvertrag | Vertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. | Der Arbeitsvertrag regelt Gehalt und Arbeitszeit. |
| der Tarifvertrag | Ein schriftlicher Vertrag über Gehalt und Arbeitsbedingungen. | Der Tarifvertrag regelt die Arbeitszeit der Ärzte. |
| die Tarifverhandlung | Gespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über Gehalt und Arbeitsbedingungen. | In der Tarifverhandlung ging es um das Gehalt der Ärzte im öffentlichen Dienst. |
5. Arbeit & Beschäftigung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| der Arbeitgeber | Die Person oder Institution, bei der man arbeitet. | Das Krankenhaus ist ein Arbeitgeber von Ärztinnen und Ärzten. |
| der Arbeitnehmer | Eine Person, die für einen Arbeitgeber arbeitet und dafür Geld bekommt. | Assistenzärzte sind Arbeitnehmer, weil sie für Krankenhäuser arbeiten. |
| angestellt | Man arbeitet für einen Arbeitgeber und bekommt ein festes Gehalt. | Sie ist als Ärztin angestellt. |
| selbstständig / freiberuflich | Man arbeitet auf eigene Rechnung, zum Beispiel in einer eigenen Praxis. | Selbstständige tragen mehr Verantwortung. |
| der Berufseinstieg | Beginn des Berufslebens. | Der Marburger Bund kann beim Berufseinstieg unterstützen. |
6. Arbeitsbedingungen & Organisation der Arbeit
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Arbeitszeit | Die Zeit, in der man arbeitet. | Die Arbeitszeit ist im Vertrag festgelegt. |
| der Bereitschaftsdienst | Dienstzeit, in der man erreichbar sein muss. | Im Krankenhaus gibt es regelmäßige Bereitschaftsdienste. |
| die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten verbessern | Zum Beispiel weniger Überstunden, faire Bezahlung, mehr Pausen. | Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig für die Gesundheit. |
| flexibel | Man kann sich gut anpassen. | Flexible Arbeitszeiten sind beliebt. |
| das Job-Sharing | Zwei Personen teilen sich eine Stelle und die Arbeitszeit. | Zwei Ärztinnen machen Job-Sharing. |
7. Gehalt & Karriere
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| das Gehalt | Geld, das man regelmäßig für seine Arbeit bekommt. | Das Gehalt steigt mit der Berufserfahrung. |
| die Gehaltsstruktur | Die Art und Weise, wie Gehälter aufgebaut sind. | Die Gehaltsstruktur hängt von Erfahrung und Position ab. |
| die Eingruppierung | Die Zuordnung zu einer bestimmten Gehaltsstufe. | Die Eingruppierung erfolgt nach Berufserfahrung. |
| eingruppieren | Einer Gehaltsstufe zuordnen. | Der Arzt wird korrekt eingruppiert. |
| die Karriere | Beruflicher Lebensweg und Entwicklung. | Er plant seine Karriere als Arzt. |
| langfristig | Über einen langen Zeitraum. | Langfristig möchte er in Deutschland arbeiten. |
| kurzfristig | Für kurze Zeit oder bald. | Kurzfristig sucht sie eine Lösung. |
8. Medizinische Ausbildung & Beruf
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| der Heilberuf | Ein Beruf im Gesundheitswesen, der Menschen medizinisch behandelt. | Arzt ist ein Heilberuf. |
| akademische Heilberufe | Heilberufe, für die ein Hochschulstudium notwendig ist. | Der Arztberuf gehört zu den akademischen Heilberufen. |
| die Fachrichtung | Medizinisches Spezialgebiet. | Ihre Fachrichtung ist Innere Medizin. |
| die Weiterbildung | Zusätzliche Ausbildung nach dem Studium. | Die Weiterbildung zum Facharzt dauert mehrere Jahre. |
| die Weiterbildungsstätte | Ort, an dem die Weiterbildung stattfindet. | Das Krankenhaus ist eine anerkannte Weiterbildungsstätte. |
| die Famulatur | Praktische Ausbildungszeit für Medizinstudierende. | Die Famulatur findet oft im Krankenhaus statt. |
| die Auslandsfamulatur | Famulatur in einem anderen Land. | Sie hat eine Auslandsfamulatur in Spanien gemacht. |
| das PJ (Praktisches Jahr) | Letztes Jahr des Medizinstudiums mit praktischer Arbeit. | Im PJ arbeiten Studierende im Klinikalltag mit. |
9. Berufsausübung als Arzt
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| sich als Arzt niederlassen | Eine eigene Praxis eröffnen. | Viele Ärzte wollen sich später niederlassen. |
| der niedergelassene Arzt | Arzt mit eigener Praxis. | Der niedergelassene Arzt arbeitet selbstständig. |
| das MVZ | Eine große Praxis mit mehreren Ärztinnen und Ärzten. | Das MVZ beschäftigt viele angestellte Ärztinnen. |
| die Rucksack-Anästhesie | Umgangssprachlich: mobile Anästhesie. | Bei der Rucksack-Anästhesie arbeitet man flexibel. |
10. Genehmigungen & Anerkennung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Berufserlaubnis | Erlaubnis, in Deutschland als Arzt zu arbeiten. | Ohne Berufserlaubnis darf man nicht arbeiten. |
| die Arbeitserlaubnis | Erlaubnis, in Deutschland zu arbeiten. | Eine Arbeitserlaubnis ist oft befristet. |
11. Versicherungen & Absicherung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die Absicherung | Schutz vor finanziellen oder beruflichen Risiken. | Gute Absicherung ist im Arztberuf wichtig. |
| absichern | Schutz organisieren oder abschließen. | Ärzte sollten sich gut absichern. |
| die Haftpflichtversicherung | Versicherung, die Schäden bezahlt. | Eine Haftpflichtversicherung ist sehr wichtig. |
| die Berufshaftpflichtversicherung | Versicherung für Schäden aus der beruflichen Tätigkeit. | Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Ärzte sehr wichtig. |
| die Privathaftpflichtversicherung | Versicherung für private Schäden. | Die Privathaftpflichtversicherung deckt private Schäden ab. |
| haften | Für einen Schaden rechtlich verantwortlich sein. | Ärztinnen haften für Behandlungsfehler. |
| die Selbstbeteiligung | Teil der Kosten, den man selbst bezahlt. | Die Versicherung hat eine Selbstbeteiligung von 500 Euro. |
| überversichert | Man hat zu viele Versicherungen. | Manche Menschen sind überversichert. |
| unterversichert | Man hat zu wenig Versicherungsschutz. | Ohne Berufshaftpflicht ist man unterversichert. |
12. Rente & Altersvorsorge
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| das Versorgungswerk | Rentensystem speziell für bestimmte Berufe. | Ärzte zahlen in ein Versorgungswerk ein. |
| das ärztliche Versorgungswerk | Ein eigenes Rentensystem für Ärztinnen und Ärzte. | Viele Ärztinnen sind im ärztlichen Versorgungswerk. |
| die gesetzliche Rentenversicherung | Staatliches Rentensystem für Arbeitnehmer. | Angestellte zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. |
| die private Rentenversicherung | Private Vorsorge für das Alter. | Manche Ärzte haben zusätzlich eine private Rentenversicherung. |
13. Krankenversicherung
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die gesetzliche Krankenversicherung | Staatlich geregelte Krankenversicherung. | Viele Arbeitnehmer sind in der gesetzlichen Krankenversicherung. |
| die private Krankenversicherung | Private Krankenversicherung mit individuellen Tarifen. | Einige Ärzte wechseln in die private Krankenversicherung. |
14. Finanzielle Sicherheit & Risiken
| Wort | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| die finanzielle Sicherheit | Sicherheit, genug Geld zum Leben zu haben. | Ein festes Gehalt gibt finanzielle Sicherheit. |
| die Berufsunfähigkeit | Zustand, in dem man nicht mehr arbeiten kann. | Krankheit kann zur Berufsunfähigkeit führen. |
| die Berufsunfähigkeitsversicherung | Versicherung, die bei Berufsunfähigkeit zahlt. | Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll. |
| der Rechtsschutz | Schutz und Hilfe bei rechtlichen Problemen. | Der Rechtsschutz hilft bei Streitfällen. |
| die Rechtsschutzversicherung | Versicherung für Anwalts- und Gerichtskosten. | Eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein. |
15. Redewendungen
| Ausdruck | Bedeutung | Beispielsatz |
|---|---|---|
| jemanden über den Tisch ziehen | Jemanden betrügen oder unfair behandeln. | Der Berater erklärt alles genau, damit Sie nicht über den Tisch gezogen werden. |
Nach dem Vortrag: Fragen an den Marburger Bund
Diese Fragen wurden von den Kursteilnehmern nach dem Vortrag des WVD des Marburger Bundes gestellt:
- Kommt die Ärztegewerkschaft aus Marburg oder warum heißt sie “Marburger Bund”?
- Wie viel kostet eine Mitgliedschaft beim Marburger Bund?
- Gibt es bestimmte Kriterien für eine Anmeldung beim Marburger Bund?
- Welche Vorteile bringt eine Mitgliedschaft beim Marburger Bund für internationale Ärztinnen und Ärzte?
- Gibt es Sonderkonditionen für Berufsanfänger oder internationale Ärzte?
- Kann mir der Marburger Bund helfen, eine Stelle zu finden? Gibt es vielleicht einen Job-Pool?
- Mein Antrag liegt schon seit zwei Jahren bei den Behörden und es geht nicht weiter. Kann der Marburger Bund Kontakt zum einem Regierungspräsidium oder zu einer Bezirksregierung aufnehmen, um zu fragen, wie lange es noch dauert? Meine Anfragen werden nicht beantwortet.
- Hat der Marburger Bund Erfahrung mit der Anerkennung von Weiterbildungen aus Drittstatten, z.B. aus Indien? Gibt es Erfahrungswerte oder Statistiken, ob und wie oft Facharztausbildungen entweder gar nicht, teilweise oder ganz anerkannt werden?
- Gibt es auch für Praxen einen Tarif oder eine fest vorgegebene Bezahlung?
- Nach dem Bestehen der medizinischen Fachsprachprüfung bekommen ausländische Ärzte zunächst eine Berufserlaubnis, die 2 Jahre gültig ist. Es ist leider schon bei vielen Kolleginnen und Kollegen vorgekommen, dass die Bearbeitung der Anträge bzw. der Gutachten länger als 2 Jahre dauert und die Ärztinnen und Ärzte gezwungenermaßen arbeitslos werden, da die Berfuserlaubnis erloschen ist. Kann der Marburger Bund diese Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, Arbeitslosengeld zu beantragen oder dabei helfem dass die Behörden Anträge innerhalb von 2 Jahren bearbeiten?
